Einsatzbericht erstellt am 21.03.2004 um 00.00 Uhr von Oliver Dolinsky
Datum Meldung Alarmzeit Einsatzende Fahrzeuge
20.03.2004 Kellerbrand 05.58 Uhr 11.30 Uhr TLF16 DLK23/12 LF16 MTW SW2000Tr RW2

Erneuter Kellerbrand in Mehrfamilienhaus

Heute morgen um 5:58 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr Karlsruhe und die Freiwillige Feuerwehr Karlsruhe Abteilung Neureut zu einem Kellerbrand in einem 6-stöckigen Mehrfamilienhaus in der Neureuter Dürerstrasse alarmiert. Vor ca. zwei Wochen war die Feuerwehr mit dem gleichen Stichwort zum gleichen Gebäude alarmiert worden, dort konnte der Brand noch in der Entstehungsphase gelöscht werden. Bei dem heutigen Brand war schon nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung aus den Kellerlichtschächten an der Außenfassade festzustellen. Sofort ging ein Trupp unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in den Keller vor. Dort fand man mehrere Kellerverschläge mit verschiedenen Materialien gefüllt vor, die in Brand standen. Gleichzeitig kamen Drucklüfter zum Einsatz, um den Brandrauch aus dem Treppenhaus, welches bis zum 3.OG leicht verraucht war zu befreien und um den Atemschutzgeräteträgern die Sicht im Keller zu erleichtern. Über die Drehleiter der Abteilung Neureut wurde versucht, die Fenster der vom Rauch betroffenen Außenfassade zu schließen. Um den Brandherd schnellstmöglich zu lokalisieren, kam die Wärmebildkamera zum Einsatz. Um den Brand völlig löschen zu können, mußte in Schwerarbeit der Kellerbereich, welcher vom Feuer betroffen war, ausgeräumt und das Löschwasser mit Hilfe von Wassersaugern aufgenommen werden. Tatkräftig unterstützt wurden dabei die Einsatzkräfte durch die Teilnehmer eines im Neureuter Gerätehaus stattfindenden Truppführerlehrgangs, welche im Rahmen des Lehrganges die Einsatzstelle besichtigten. Der Abrollbehälter-Atemschutz der Berufsfeuerwehr war zur Versorgung der 23 eingesetzten Atemschutzgeräte eingesetzt. Zur Absicherung der Einsatzkräfte war der Rettungsdienst mit zwei Fahrzeugen unter der Leitung des Org. Leiters Münch vor Ort, die später von der DRK Bereitschaft Neureut mit drei Mann abgelöst wurden. Nach Angaben des Kriminaldauerdienstes, welcher die Ermittlungen vor Ort übernahm, entstand ein Sachschaden von rund 20.000 €, eine Brandstiftung ist nicht auszuschließen. Die Einsatzleitung unter A-Dienst Günter Bechtold hatte 2 C-Rohre und 8 Atemschutztrupps im Einsatz. Der Einsatzleiter wurde in der Anfangsphase vom Zugführer Ralf Bleich der Abteilung Neureut und B-Dienst Bernd Kramp tatkräftig unterstützt. Die Abteilung Neureut war mit dem Löschzug, dem Rüstwagen und dem Schlauchwagen mit 30 Mann bis ca. 11.30 Uhr im Einsatz. Von der Berufsfeuerwehr waren 13 Mann mit 5 Fahrzeugen vor Ort.

Thomas Heinold

 

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