Großbrand
in Neureut
Am 10.12.2003 gegen 04:05 Uhr, alarmierte die Feuerwehrleistelle Karlsruhe
den Löschzug Neureut sowie das LF1 mit dem B-Dienst zu einem Scheunenbrand
im Bereich der Bundeswehrkaserne, An der Trift. Zu diesem Zeitpunk gingen
mehrere Notrufe in der Leitstelle der Feuerwehr ein. Darunter war auch
eine Meldung der Polizei, dass es sich um einen Wohnhausbrand handelt
und Menschenleben in Gefahr seien. Daraufhin alarmierte die Leitstelle,
nach Absprache mit dem B-Dienst, weitere Kräfte nach.
Die ersten eintreffenden Einsatzkräfte meldeten dann, dass es sich
um eine Scheune mit Pferdestallungen und einen Wohnbereich handelte, die
im Vollbrand standen. Sofort wurde die Brandbekämpfung mit zwei C-Rohren
-unter Atemschutz- aufgenommen. Über die Drehleiter der Abteilung
Neureut kam ein Wenderohr zum Einsatz. In der Zwischenzeit war der Löschzug
der Hauptwache, ein LF der Westwache und alle Fahrzeuge der Abt. Neureut
vor Ort. Auf der Gebäuderückseite kamen ebenfalls mehrere C-Rohre
und ein Wenderohr über die DL der BF zum Einsatz. Die Einsatzstellenbeleuchtung
stellte u.a. der Rüstwagen aus Neureut sicher.
Nach erster Erkundung waren weder Menschen noch Tiere in den Gebäuden.
Wie die Polizei berichtete, hatte der Besitzer selbst nach bemerken des
Brandausbruches, die Pferde und seinen Pitbull ins Freie gebracht. Dabei
erlitt er eine Rauchvergiftung und leichte Verbrennungen. Er wurde vom
Rettungsdienst zuerst vor Ort behandelt, und anschließend ins Klinikum
zur Beobachtung gebracht. Zusätzlich waren vom Rettungsdienst u.a.
zwei RTW, ein NEF und die Stadtbereitschaft an der Einsatzstelle. Zur
Versorgung der Einsatzstelle mit Atemschutzgeräten konnte der Abrollbehälter
Atemschutz in einer angrenzenden Sackgasse in Stellung gebracht werden.
Vom Bauhof der Ortsverwaltung Neureut alarmierte man ein Fahrzeug mit
Streusalz, da das Löschwasser bei den herrschenden Minusgraden sofort
gefror.
Gegen 05:15 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Die großen Mengen
Heu, die im Stallungsbereich und im Dachboden lagerten, erschwerten die
Nachlöscharbeiten sehr. Eine vom Brand in Mitleidenschaft gezogene
33 kg Butan-Gasflasche konnte von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht
und gekühlt werden. Da das Ventil der Flasche beschädigt war,
musste das Gas kontrolliert abgelassen werden. Zum Aufwärmen der
durchgefrorenen Einsatzkräfte stellte das DRK Neureut sowie Feuerwehrfrauen
der Abteilung Neureut heißen Tee zur Verfügung. An dieser Stelle
herzlichen Dank, für die gute Versorgung.
Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis ca. 11:30 Uhr hin. Von der Feuerwehr
waren insgesamt 16 Fahrzeuge mit 68 Mann im Einsatz. Die Polizei war zeitweise
mit 20 Mann an der Einsatzstelle. Der Kriminaldauerdienst war mit zwei
Beamten vor Ort, um noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen
aufzunehmen. Wie die Kripo weiter berichtete, hatte der Bewohner des Anwesens
gegen 01:00 Uhr seinen Holzofen nochmals nachgefeuert und einen zweiten
im Badbereich angeheizt. Anschließend ging er wieder zu Bett, um
im hellen Feuerschein wieder zu Erwachen.
Laut Angaben des Kriminaldauerdienstes wird der Schaden auf ca. 80.000
- 90.000 € geschätzt.
Gegen 12:40 Uhr und 15:00 Uhr führte die Abteilung Neureut mit dem
Tanklöschfahrzeug nochmals eine Nachschau durch. Es kam ein C-Rohr
zu kleineren Nachlöscharbeiten zum Einsatz. Endgültiges Einsatzende
war dann gegen 16:00 Uhr.
Thomas Heinold
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