Einsatzbericht erstellt am 10.12.2003 um 22.15 Uhr von Oliver Berg
Datum Meldung Alarmzeit Eingerückt Fahrzeuge
10.12.2003 Scheunenbrand 04.05 Uhr 16.00 Uhr endgültig MTW, TLF, DLK, LF8, LF16, RW2, SW2000

Großbrand in Neureut

Am 10.12.2003 gegen 04:05 Uhr, alarmierte die Feuerwehrleistelle Karlsruhe den Löschzug Neureut sowie das LF1 mit dem B-Dienst zu einem Scheunenbrand im Bereich der Bundeswehrkaserne, An der Trift. Zu diesem Zeitpunk gingen mehrere Notrufe in der Leitstelle der Feuerwehr ein. Darunter war auch eine Meldung der Polizei, dass es sich um einen Wohnhausbrand handelt und Menschenleben in Gefahr seien. Daraufhin alarmierte die Leitstelle, nach Absprache mit dem B-Dienst, weitere Kräfte nach.
Die ersten eintreffenden Einsatzkräfte meldeten dann, dass es sich um eine Scheune mit Pferdestallungen und einen Wohnbereich handelte, die im Vollbrand standen. Sofort wurde die Brandbekämpfung mit zwei C-Rohren -unter Atemschutz- aufgenommen. Über die Drehleiter der Abteilung Neureut kam ein Wenderohr zum Einsatz. In der Zwischenzeit war der Löschzug der Hauptwache, ein LF der Westwache und alle Fahrzeuge der Abt. Neureut vor Ort. Auf der Gebäuderückseite kamen ebenfalls mehrere C-Rohre und ein Wenderohr über die DL der BF zum Einsatz. Die Einsatzstellenbeleuchtung stellte u.a. der Rüstwagen aus Neureut sicher.
Nach erster Erkundung waren weder Menschen noch Tiere in den Gebäuden. Wie die Polizei berichtete, hatte der Besitzer selbst nach bemerken des Brandausbruches, die Pferde und seinen Pitbull ins Freie gebracht. Dabei erlitt er eine Rauchvergiftung und leichte Verbrennungen. Er wurde vom Rettungsdienst zuerst vor Ort behandelt, und anschließend ins Klinikum zur Beobachtung gebracht. Zusätzlich waren vom Rettungsdienst u.a. zwei RTW, ein NEF und die Stadtbereitschaft an der Einsatzstelle. Zur Versorgung der Einsatzstelle mit Atemschutzgeräten konnte der Abrollbehälter Atemschutz in einer angrenzenden Sackgasse in Stellung gebracht werden. Vom Bauhof der Ortsverwaltung Neureut alarmierte man ein Fahrzeug mit Streusalz, da das Löschwasser bei den herrschenden Minusgraden sofort gefror.
Gegen 05:15 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Die großen Mengen Heu, die im Stallungsbereich und im Dachboden lagerten, erschwerten die Nachlöscharbeiten sehr. Eine vom Brand in Mitleidenschaft gezogene 33 kg Butan-Gasflasche konnte von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht und gekühlt werden. Da das Ventil der Flasche beschädigt war, musste das Gas kontrolliert abgelassen werden. Zum Aufwärmen der durchgefrorenen Einsatzkräfte stellte das DRK Neureut sowie Feuerwehrfrauen der Abteilung Neureut heißen Tee zur Verfügung. An dieser Stelle herzlichen Dank, für die gute Versorgung.
Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis ca. 11:30 Uhr hin. Von der Feuerwehr waren insgesamt 16 Fahrzeuge mit 68 Mann im Einsatz. Die Polizei war zeitweise mit 20 Mann an der Einsatzstelle. Der Kriminaldauerdienst war mit zwei Beamten vor Ort, um noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen aufzunehmen. Wie die Kripo weiter berichtete, hatte der Bewohner des Anwesens gegen 01:00 Uhr seinen Holzofen nochmals nachgefeuert und einen zweiten im Badbereich angeheizt. Anschließend ging er wieder zu Bett, um im hellen Feuerschein wieder zu Erwachen.
Laut Angaben des Kriminaldauerdienstes wird der Schaden auf ca. 80.000 - 90.000 € geschätzt.
Gegen 12:40 Uhr und 15:00 Uhr führte die Abteilung Neureut mit dem Tanklöschfahrzeug nochmals eine Nachschau durch. Es kam ein C-Rohr zu kleineren Nachlöscharbeiten zum Einsatz. Endgültiges Einsatzende war dann gegen 16:00 Uhr.

Thomas Heinold

 
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